Sonderausstellungen im Augusteum

Augusteum © Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt; Anne Hasselbach

Das Mitte der 1580er Jahre errichtete Vorderhaus des Lutherhauses wurde in Erinnerung an den Förderer der Universität, August I. von Sachsen, als Augusteum bezeichnet. Im Durchgang zum Lutherhof, weist eine Überschrift auf das Museum Anatomicum hin. In diesen Räumen wurden ursprünglich die Gegenstände der medizinischen Fakultät aufbewahrt, die sich heute in der Universität in Halle befinden. Sehr eindrucksvoll ist die Gestaltung der Decke des Durchgangs mit Zitaten Luthers sowie der berühmten Lutherrose, dem Familienwappen von Martin Luther. Heute dient das Augusteum als Ort verschiedener Sonderausstellungen.

Interaktive Sonderausstellung "Der Mönch war's!" für Familien

“Der Mönch war’s!”, unter diesem Titel lädt die Stiftung Luthergedenkstätten auf eine interaktive Zeitreise in das Wittenberg des 31. Oktober 1517 ein. Begleitet durch Luthers Hund Tölpel und mitHilfe mehrerer interaktiver Stationen wird gezeigt, wie die Menschen vor 500 Jahren lebten undworan sie glaubten. Die kleinen Besucher können Thesen stempeln, sich als Kurfürst verkleiden, mit Münzen Handel auf dem Markt treiben oder auf Postbotenpferden reiten.

Im Voraus muss ein bestimmtes Zeitfenster per Mail oder telefonisch gebucht werden und es dürfen nur Personen gemeinsam in die Ausstellung, die auch in einem Haushalt leben.

Kosten: 15,00 € pro Familie
buchbar täglich zur vollen Stunde (10:00 - 17:00) unter: 03491 – 42 03 171

Gedeckte Tafel im Augusteum
Postkutschenpferde in der Sonderausstellung
Thesen stempeln in der Sonderausstellung

„Pest. Eine Seuche verändert die Welt“

Sonderausstellung vom 20.08.21 - 20.02.22

Im Augusteum wird ab dem 20. August 2021 eine neue Sonderausstellung zu sehen sein. Unter dem Titel „Pest. Eine Seuche verändert die Welt“ präsentiert die Stiftung Luthergedenkstätten unter anderem Grabbeigaben aus dem ältesten Pestgrab Deutschlands oder aber archäologische Funde eines Alchemistenlaboratoriums aus Wittenberg.
Die Pest hat, wie kaum eine andere Krankheit, das kulturelle Gedächtnis Europas stark geprägt und weist damit Parallelen zur aktuellen Corona-Pandemie auf. Die Ausstellung erforscht die Wurzeln der der Seuche in der Steinzeit und wirft einen besonderen Blick auf das Geschehen zur Reformationszeit.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem LWL-Museum für Archäologie Herne.

Sonderführung im Rahmen der Sonderausstellung „Pest. Eine Seuche verändert die Welt“

Schwarze Beulen und fauler Atem – Eine Erlebnisführung zur Pest

Tauchen Sie ein in die dunkelste Zeit des 16. Jahrhunderts und erleben Sie Wittenberg, als die Pest hier ihr Unwesen trieb. Im Rahmen der Sonderausstellung „Pest. Eine Seuche verändert die Welt“, die vom 20. August 2021 bis 20. Februar 2022 im Augusteum zu sehen ist, laden wir Sie ein zu einer schaurig-schönen Erlebnisführung durch die Lutherstadt. Beginnend in der Ausstellung, in der Sie alles Wissenswerte rund um die Pest erfahren, führen wir sie anschließend durch die dunklen Gassen der Stadt bis zur Schlosskirche: Achten Sie dabei auf die Anweisungen des Medicusses und Pestarztes, halten Sie essiggetränkte Tücher bereit, um sich vor dem Pesthauch zu schützen und erschrecken Sie nicht, wenn Sie Zeuge werden, wie man die Opfer des schwarzen Todes aus der Stadt bringt. Doch seien Sie unbesorgt, Sie erhalten einen gutgebrauten Trank, der Sie schützen wird.

Termine: 28.08.2021 um 19:30 Uhr sowie 20.11.2021 um 17:30 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: Augusteum, Collegienstr. 54
Kosten: 19,90 € pro Person
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Anmeldung über die Tourist-Information Lutherstadt Wittenberg telefonisch unter 03491 - 49 86 10 oder per Email