Wanderer in der Dübener Heide
©Leipzig Tourismus Marketing, Hüller Fotografie

Wandern im Naturpark Dübener Heide

Wanderwege im größten Mischwald Deutschlands

Die Dübener Heide ist von Frühling bis Herbst ein beliebtes Ausflugsziel ganz in der Nähe von Lutherstadt Wittenberg. Entdecken Sie die schönsten Sehenswürdigkeiten und bezaubernde Kleinstädte wie Bad Düben oder Bad Schmiedeberg bei einer Wanderung durch den Naturpark.

Die Heidemagnetwege führen Wanderer auf abgelegenen Wegen mitten durch die Dübener Heide zu den schönsten Punkten des Naturparks. Entdecken Sie die beschaulichen Örtchen Lubast und Bad Schmiedeberg, besuchen Sie den Kaiser-Wilhelm-Turm und die Friedrichshütte und lassen Sie den Alltag ganz weit hinter sich in der wunderschönen Landschaft.

Die 27 km langen Heide-Biber-Tour führt Sie von Bad Düben nach Bad Schmiedeberg durch das beschauliche Hammerbachtal und den Naturpark. Hier ist der bedrohte Heidebiber zu Hause und baut regelmäßig erstaunliche Burgen, die Sie näher betrachten können. In der Köhlerei auf dem weiteren Weg wird noch heute das Handwerk der Holzkohlegewinnung präsentiert.

Die Rundwanderung am Lutherstein ist etwa 7 km lang und ist für Naturliebhaber ein Muss. Vom Biberbeobachtungsturm beobachten Sie mit etwas Glück den niedlichen Heidebiber bei der Arbeit. Außerdem erkunden Sie die Hohe Gieck und von Bibern geschaffene Teichlandschaften.

Wer einmal den gesamten Naturpark durchwandern möchte, sollte sich den Heidekammweg merken. Auf knapp 40 km gibt es die große Vielfalt der Dübener Heide zu entdecken. Schöne Mühlen, Aussichtspunkte und tolle natürliche Sehenswürdigkeiten stehen ebenso auf dem Programm wie gemütliche Ortschaften und kulturelle Highlights.

Wanderer im Wald im Naturpark Fläming
©David Ludley

Wandern im Naturpark Fläming

Wanderwege in landschaftlicher Vielfalt nördlich von Wittenberg

Der Naturpark Fläming ist besonders für seine Vielfalt in Flora und Fauna bekannt. Wanderrouten durch den Fläming durchqueren verschiedene Landschaften und sind vorwiegend auch ohne große Kraftanstrengungen machbar.

Der Rundweg „Zwischen Elbe und Fläming“ zeigt die vielfältige Landschaft des Naturparks Fläming/Sachsen-Anhalt und des Biosphärenreservats Mittelelbe ist. Auf dem 19 km langen Weg wandern Sie durch Urstromtal, Berge und Wälder. Sie starten Ihre Tour in Coswig (Anhalt) und gehen entlang des Bismarckstiegs bis zum Bismarckturm. Der weitere Weg führt Sie vorbei am Luthersteig und über den Apollensberg nach Griebo. Von dort aus wandern Sie dann zurück zum Ausgangspunkt in Coswig.

Der 9 km lange Kienbergrundweg startet am Bahnhof Bülzig und führt Sie recht schnell zum Skulpturenpark Bülzig. Dieser trägt den Beinamen „Park der Engel“, da auf der ca. 20 Hektar großen Wiese seit 1993 zahlreiche Skulpturen aus Holz oder Metall zum Thema Engel geschaffen wurden. Der weitere Weg führt Sie durch den Kienbergwald und vorbei an historischen Mühlen am Zahnabach in Richtung Külso. Die Külsoer Mühle bietet eine tolle Rastmöglichkeit, bei der Sie sich stärken und die Kinder auf der Natur-Erlebniswiese mehr über die Lebensraum Wiese erfahren können. Von Külsoer Mühle wandern Sie dann zum Startpunkt zurück.

Nur ca. 20 Autominuten von Lutherstadt Wittenberg entfernt beginnt in Wüstemark der Rundweg Friedenthaler Grund. Der 11 km Rundweg führt Sie durch idyllische Dörfer, schöne Wälder und vielfältige Landschaftsformen. Sie durchwandern drei kleine Flämingdörfer und können noch eine der 15 Mühlen bestaunen, die früher im Friedenthaler Grund betrieben wurden. Auf diesem Wanderweg wird der Waldumbau der letzten zwanzig Jahre für jedermann sichtbar. Der Kiefernwald mit seinem üppigen Unterholz bietet vielen verschiedenen Tieren Schutz.

Knappe 30 km nordwestlich der Lutherstadt Wittenberg können Sie auf dem 5,6 km langen dem Rundweg Jeber-Bergfrieden die vielfältige Landschaft des Flämings genießen. 15 Informationstafeln, die auf dem Weg verteilt sind, vermitteln Ihnen das notwendige Wissen zum Wald und seinen Bewohnern.

 

Waldweg auf dem Jakobsweg mit Beschilderung
©Merith Sommer

Pilgerwege rund um Wittenberg

Pilgern ist seit Jahrhunderten ein Weg für Gläubige, sich noch intensiver mit Ihrem Glauben auseinanderzusetzen und wichtige religiöse Orte zu besuchen, zu denen auch die Lutherstadt Wittenberg zählt. Auch viele, die sich nicht unbedingt über ihren Glauben identifizieren, finden im Pilgern eine Möglichkeit, ihre Seele neu aufzutanken und mit sich selbst ins Reine zu kommen. Wir haben für Sie die schönsten Pilgerrouten rund um Lutherstadt Wittenberg zusammengetragen.

Der Jakobsweg, auch Via Imperii (Reichsstraße) genannt, war einmal eine der größten Handelsstraßen in Europa. Sie führte von Stettin im Norden bis nach Rom im Süden. Auf diesem Weg waren im Mittelalter nachweislich auch Pilger unterwegs Richtung Rom, Jerusalem oder Santiago.

Auch heute noch wird das historische Wegenetz von Jakobspilgern auf dem Weg nach Santiago de Compostela genutzt. Die Teilabschnitte von Stettin über Berlin, Wittenberg bis nach Leipzig werden von dem Jakobusgesellschaft Brandenburg-Oderregion e.V. gepflegt und stetig weiter ausgeschildert. Der Verein unterstützt auch Herbergen dabei, eine Pilgerunterkunft zu werden und gibt eine Herbergsliste heraus. Der Pilgerweg von Berlin über Wittenberg nach Leipzig führt durch weite Felder, dichte Wälder sowie durch Heideflächen. Diesem Weg folgend erleben Pilger Landschaften wie den Fläming und die Dübener Heide. Der Weg führt außerdem zu einer Wanderdüne und schließlich durch kleine Dörfer slawischen Ursprungs. Die gesamte Etappe ist 213 km lang und endet in der Buchstadt Leipzig.

Neben den Jakobuswegen gibt es auch das Netzwerk der Lutherwege, welches in Kooperation von Kirchen und Toursimusverbänden entstanden ist. Der Lutherweg in Sachsen-Anhalt führt natürlich auch durch die Lutherstadt Wittenberg und von hier aus weiter nach Eisleben bis nach Mansfeld-Lutherstadt. Dabei führen zwei verschiedene Routen ans Ziel. Eine Route verläuft von Wittenberg zunächst nach Westen und durchquert Wörlitz mit den Wörlitzer Parkanlagen, Dessau sowie Bernburg an der Saale und trifft sich mit der zweiten Route in Höhnstedt. Die zweite Route führt zunächst südlich durch die wunderschöne Landschaft der Dübener Heide, den Kurort Bad Düben, Halle an der Saale und die Lutherstadt Eisleben. Entlang des Weges gibt es diverse Stationen, an denen der Einfluss Martin Luthers und die Reformation genauer beleuchtet werden. Außerdem haben einige Etappenziele auch thematische Schwerpunkte, bei denen die Wanderer sich weiter zur Reformation und zu Aspekten aus dem Leben Luthers informieren können.

Der 40 km lange Luther-Tetzel-Weg ist sowohl mit dem Rad als auch zu Fuß gut zu absolvieren. Auch auf diesem Weg säumen Info-Stationen den Weg, in denen sich Wanderer genauer über die Namensgaber Martin Luther und Johann Tetzel informieren können. Von Lutherstadt Wittenberg aus geht es in kleinen Etappen bis nach Jüterbog, wo Johann Tetzel, ganz nach den Konventionen seiner Zeit, seine Ablassbriefe an die Bewohner der Region verkaufte. Zu den Sehenswürdigkeiten entlang des Weges gehören vor allem Dorfkirchen, in denen Ausstellungen an die Zeit kurz vor der Reformation erinnern, als Martin Luther gerade erst seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen hatte. Auf dem Weg bekommen Sie Informationen zu Kultur und Lebensweise aus der damaligen Zeit sowie zu den Namensgebern des Radwegs.