Regionale Radwege der Lutherstadt Wittenberg

Lutherpaar auf dem Fahrrad

Erleben Sie Geschichte, Kultur und Natur auf den regionalen Radwegen rund um die Lutherstadt Wittenberg.

Neben den überregionalen und internationalen Radwegen, die durch die Lutherstadt Wittenberg führen, gibt es auch zahlreiche interessante regionale Radrouten, die von hier aus gestartet werden können. Einige Radwege konzentrieren sich besonders auf die ältere und jüngere Geschichte der Region, andere heben vor allem die außergewöhnliche Natur der Umgebung hervor.

Luther-Tetzel-Weg

Der Luther-Tetzel-Weg ist ein 40 km langer Pilgerweg, der mit dem Rad oder zu Fuß gut zu absolvieren ist. Mit dem Fahrrad kann der Radweg an einem Tag zurückgelegt werden, wobei immer noch Zeit ist, die einzelnen Stationen in aller Ruhe zu besichtigen. Von Lutherstadt Wittenberg aus geht es in kleinen Etappen bis nach Jüterbog, wo Johann Tetzel, ganz nach den Konventionen seiner Zeit, seine Ablassbriefe an die Bewohner der Region verkaufte. Die Sehenswürdigkeiten der Stationen sind vor allem Dorfkirchen, in denen Ausstellungen an die Zeit kurz vor der Reformation erinnern, als Martin Luther gerade erst seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen hatte. Auf dem Weg bekommen Sie Informationen zur Kultur, zum Alltag in der damaligen Zeit sowie zu den Namensgebern des Radwegs, Martin Luther und Johann Tetzel.

Dennewitz am Luther-Tetzel-Weg
Dennewitz
Nikolaikirche Jüterbog am Luther-Tetzel-Weg
Nikolaikirche Jüterbog
Seehausen am Luther-Tetzel-Weg
Seehausen
Jüterbog am Luther-Tetzel-Weg
Jüterbog

Lutherweg

Martin Luther auf der Fahrrad

Der Lutherweg entstand als Kooperation von Kirchen, Tourismusverbänden, Kommunen und weiteren Trägern und verbindet Wege in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unter dem Thema der Reformation und des Lebens von Martin Luther. In Sachsen-Anhalt führt der Lutherweg deshalb natürlich auch durch die Lutherstadt Wittenberg, von hier aus radelt man weiter über Eisleben bis nach Mansfeld-Lutherstadt. Dabei führen zwei verschiedene Fahrradrouten ans Ziel. Eine Route verläuft von Wittenberg zunächst nach Westen und durchquert Wörlitz mit den Wörlitzer Parkanlagen, Dessau sowie Bernburg an der Saale und trifft sich mit der zweiten Route in Höhnstedt. Die zweite Route führt zunächst südlich durch die wunderschöne Landschaft der Dübener Heide, den Kurort Bad Düben, Halle an der Saale und die Lutherstadt Eisleben. Entlang des 410 km langen Wegs wird an den verschiedenen Stationen der Einfluss, den Martin Luther und die Reformation auf die jeweilige Stadt hatten, näher betrachtet. Außerdem haben einige Etappenziele auch thematische Schwerpunkte, die den Radwanderern Informationen zur Reformation oder zu Aspekten aus dem Leben Luthers mitgeben.

Kohle-Dampf-Licht

Radfahrer in Ferropolis

Auf 120 Kilometern führt die Erlebnisroute Kohle-Dampf-Licht auf gut ausgeschilderten Wegen durch die Industriegeschichte Mitteldeutschlands. Start der Tour ist in Wittenberg, wo die Piesteritzer Werkssiedlung an die große Zeit der Industrie in der Region Wittenberg erinnert. Bis Sie das Ziel Kraftwerk Lippendorf in Böhlen erreicht haben, erleben Sie die Geschichte eines der größten Strukturwandel in der deutschen Wirtschaft. An 23 Stationen wird die Geschichte des Tagebaus und der Industrie in der Region veranschaulicht. Darunter befinden sich auch fünf Bergbaufolgeseen, die aus gefluteten ehemaligen Tagebauanlagen entstanden sind und heute zu einer blühenden Landschaft heranwachsen. Außerdem führt die Route vorbei an FERROPOLIS, der Stadt aus Eisen, in der Sie beeindruckende Großgeräte des Tagebaus hautnah erleben können. Weiter geht es dann durch die einmalige Landschaft der Dübener Heide und weitere Werkssiedlungen. Auf verschiedenen Teilstrecken sind auch geführte Touren möglich, bei denen Sie mehr Informationen zur Geschichte der Industrie in der Region erfahren. Die Route ist übrigens auch für Kinder geeignet, denn auf dem Weg befinden sich Spielplätze, Naturlehrpfade, Wassersportangebote und vieles mehr, was auch die kleinen Radfahrer interessieren wird. 

Muldentalradweg

Radfahrer beim Zwischenstopp in Wörlitz
Foto: IMG (Blume, Jürgen)

Für eine Tour durch die Landschaft Ostdeutschlands bietet sich der Muldentalradweg an.  Der Radweg kann auf zwei Routen befahren werden, von denen sich der eine Zweig entlang der Freiberger Mulde schlängelt und der zweite an der Zwickauer Mulde entlangführt. Bei Colditz verbinden sich die Flüsse zur Vereinten Mulde und auch die Radwege kommen hier zusammen. Auf einem gemeinsamen Weg geht es dann für Radwanderer auf dem Muldentalradweg weiter bis nach Dessau, wo die Vereinte Mulde in die Elbe mündet. Auf der Route entlang der Freiberger Mulde starten Sie in Freiberg, Sachsens ältester und bedeutendster Bergstadt. Längs der Strecke tauchen in der wunderbaren Landschaft immer wieder kleine Orte, Burgen und Klöster auf, die zu einem Besuch einladen. An der Zwickauer Mulde fahren Radwanderer durch gemütliche Orte und Städte, die eng mit der Kulturgeschichte des Landes Sachsen verbunden sind. Historische Ortskerne, majestätische Burgen und Schlösser sowie Museen wechseln sich neben der Route ab. Ab Colditz geht es für alle Radwanderer gemeinsam weiter Richtung Norden und nach Sachsen-Anhalt. Nachdem Sie die Städte Grimma und Wurzen hinter sich gelassen haben, erreichen Sie bald die Dübener Heide mit ihrem einzigartigen Naturschauspiel. Es geht vorbei an Klöstern und Schlössern, an Auwäldern und ehemaligen Tagebaugebieten. In Dessau wartet dann entweder Kultur und Architektur oder die Anbindung an den Elberadweg auf Sie. Insgesamt führt der Muldentalradweg auf 100 km über Forst-, Rad- und Waldwege und nur zum Teil über leicht bis mäßig befahrene Landstraßen.

Schwarze-Elster-Radweg

Unweit der Lutherstadt Wittenberg fließt die Schwarze Elster in die Elbe. Entlang des Flusses können Radfahrer eine erholsame Radtour auf dem Schwarze-Elster-Radweg zurücklegen. Über 190 km geht es entlang des Flusslaufs von Elstra im Lausitzer Bergland bis zur Elbmündung in Elster. Die Strecke führt durchgängig über speziell für Radfahrer angelegte Wege vom Lausitzer Seenland zur Elbe. Unterwegs durchquert der Radweg typische Lausitzer Städte und Gemeinden, zum Beispiel Senftenberg, die Gartenstadt Marga, Bad Liebenwerda oder Herzberg. Die gemütlichen Stadtzentren zeichnen sich durch geschichtsträchtige Stein- und Fachwerkbauten aus, am Wegesrand befinden sich außerdem Schlösser, Kirchen und Mühlen, die einen Abstecher wert sind. Dazu gehören unter anderem die Festung und Schloss Senftenberg, deren militärische Baukunst besonders hervorsticht, oder das Barockschloss in Elsterwerda. Ein kleiner Ausflug abseits des Radwegs bietet sich vor allem im Kleinen Spreewald in Wahrenbrück an, wo ansässige Fährmänner die Besucher auf einem Kahn durch die Fließe stakt. An der Elbmündung haben Sie dann Anschluss an den überregionalen Elberadweg.