Der Europäische Stationenweg

Blick über die Elbe nach Wittenberg

Von November 2016 bis Mai 2017 führte der Europäische Stationenweg über den ganzen Kontinent zu zentralen Orten der Reformation.

500 Jahre sind vergangen, seitdem Martin Luther zu einer zentralen Figur und Wittenberg zu einem Ausgangspunkt für die Reformation wurden. Aber auch viele andere Akteure in anderen Städten und Ländern gaben ihre reformatorischen Gedanken Kund und ebneten den Weg für das Ereignis, welches wir heute Reformation nennen. Auf dem Europäischen Stationenweg wurden die Personen der Reformation und die Spuren, die sie hinterlassen haben, vorgestellt. Zum 500. Jubiläum ging es mit dem Reformations-Truck von November 2016 bis Mai 2017 über mehr als 60 Stationen nach Wittenberg, wo der Europäische Stationenweg mündet. An jeder Station gab es zahlreiche Veranstaltungen, die die Beziehung der einzelnen Regionen zur Geschichte der Reformation veranschaulicht haben.

Die Geschichte der Reformation in ganz Europa

18 Länder und über 60 Städte lagen auf dem Europäischen Stationenweg, der von November 2016 bis Mai 2017 quer durch Europa führte. Er verband Debrecen in Ungarn mit Doodrecht in den Niederlanden, Ljubljana mit Goslar und Rom mit Wittenberg. Auch 20 Landeskirchen in 13 Bundesländern haben Besucher zu Reformationsfesten Willkommen geheißen. Ein Reformations-Truck, der an der jeweiligen Station einen Stopp eingelegt hat, begleitete die Veranstaltungen. Zum Reformationsjubiläum sollten die Städte jeweils für 36 Stunden im Fokus der Feierlichkeiten stehen. In diesen 36 Stunden veranstalteten regionale und ökumenische Partner Feste mit Reden und Vorträgen, aber auch mit Musik und traditionellen Aufführungen. Dabei wurden vor allem die Geschichte der Reformation erzählt und die Auswirkungen, die sie auf die Region hatte, durch Inszenierungen lebendig dargestellt. Dabei wurde den Anfängen der Reformation gedacht und die Beziehung der Kirchen untereinander gestärkt, denn das Miteinander der christlichen Kirchen ist die Basis der heutigen Ökumene.

Der Europäische Stationenweg und andere Aktionen des Reformationsjahres

Der Europäische Stationenweg sollte allerdings nicht nur an Vergangenes erinnern, sondern auch einen Blick auf die Gegenwart und Zukunft der Religionen und der Reformation werfen. Denn dass die Reformation auch große Auswirkungen auf das Hier und Jetzt hat, lässt sich nicht bestreiten. Dieser Blick nach vorn wurde vor allem an der letzten Station gewagt, in der Lutherstadt Wittenberg. Dort konnten Sie an den Kirchentagen auf dem Weg und dem Deutschen Evangelischen Kirchentag teilnehmen, der alle dazu einludt, über die Reformation, ihre Auswirkungen auf die damalige und heutige Zeit sowie über die Zukunft der Kirche und Religion zu diskutieren. Auch mit der Weltausstellung Reformation war der Europäische Stationenweg eng verknüpft. Jede Station hatte dem Reformations-Truck eine Erinnerung an die Feierlichkeiten der Stadt übergeben, welche später den Besuchern der Weltausstellung in Wittenberg präsentiert wurden.