Stiftung Christliche Kunst Wittenberg

Stiftung Christliche Kunst Wittenberg
Foto: Blick in die Ausstellung. © Stiftung Christliche Kunst 2017

Christliche Botschaften von Chagall bis Beuys

Dauerausstellung im Südflügel des Wittenberger Schlosses

Vom berühmten Schlossplatz mit Thesentür gelangt man durch den Gang eines Torbogens direkt zum Schloss, in dem sich die Ausstellung einer außergewöhnlichen Grafiksammlung zu religiös-existenzialistischen Themen mit Arbeiten international bedeutender Künstler des späten 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart befindet.

Darunter finden sich Namen wie Picasso, Chagall, Pechstein, Kandinsky, Dix, Beuys, Rauschenberg, Baselitz oder Triegel. Die Künstler beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit existentiellen Fragen zu Leben und Tod, Liebe und Hass. Alle Facetten der Graphik, vom Holzschnitt über Lithographie, Radierung oder Siebdruck bis hin zu Fotographien von Kunstaktionen versprechen einen erlebnisreichen Rundgang. 

Spannende Sonderausstellungen ergänzen immer wieder die Dauerausstellung.

Sonderausstellung 2020

17. Januar - 29. März 2020

"Paul Sinkwitz – Das religiöse Werk"

Im Sommer 2018 hat die Stiftung Christliche Kunst Wittenberg eine ganz besondere Zustiftung erhalten: das religiöse Gesamtwerk des Künstlers Paul Sinkwitz (18991981), das aus 130 grafischen Einzelblättern, Zeichnungen, Schriftblättern, Entwürfen für Wand- und Fensterbilder und Druckstöcken besteht.

Paul Sinkwitz gehört als politisch-verfolgter Künstler im Nationalsozialismus zu der sogenannten verschollenen Generation, die es heute neu zu entdecken gilt.Einen Großteil seines Lebens verbringt Paul Sinkwitz in unruhigen und von Umbrüchen geprägten Zeiten. Wie viele Künstler seiner Generation findet er in den Geschichten vom Leben Jesu und in der Passion Christi die Projektionsfläche für das persönlich Erlebte. Das Religiöse findet sich bei Sinkwitz, der mehr als drei Jahrzehnte in der Gartenstadt Hellerau lebt, in allen Lebensbereichen und nimmt vor allem auch in seiner Kunst einen besonderen Platz ein. Mit Gebrauchsgrafik, wie dem von ihm viele Jahre gestalteten Kreuzkalender sowie biblischen Zyklen, die vielfach in Verlagsausgaben herausgegeben werden, ist Paul Sinkwitz zudem als eine Art Volkskünstler in vielen deutschen Haushalten der 1950er und 60er Jahre präsent. Der Schriftkünstler Sinkwitz entwickelt zudem eine eigene Schrift – die Sinkwitz-Gotisch −, die er insbesondere bei religiösen Inhalten für angemessen hält.Als Vertreter der Werkkunst durchdringt die religiöse Kunst das gesamte künstlerische Schaffen von Paul Sinkwitz und damit sein ganzes Leben. Es wird zu einem Bekenntnis zum christlichen Glauben.

Ort: Schloss Wittenberg
Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-16 Uhr, So 12-16 Uhr
Eintritt: 5,00 €/ ermäßigt 4,00 €