Sehenswürdigkeiten in der Lutherstadt Wittenberg

In Wittenberg gibt es eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, die es sich lohnt, zu besichtigen. Von besonderem touristischen Interesse sind natürlich die Luthergedenkstätten, von denen einige sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. An originalen Schauplätzen der Reformation können Sie in die Geschichte der Stadt eintauchen. Besuchen Sie die Schlosskirche, an der Luther seine 95 Thesen anschlug, oder die Stadtkirche St. Marien, in der er 30 Jahre lang predigte. Im Lutherhaus finden Sie das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt, und im Melanchthonhaus wird Ihnen das Leben des „Lehrers Deutschlands“ nähergebracht. Auch in den Cranach-Höfen finden Sie Zeugnisse der Reformation, zum Beispiel in der historischen Druckerei, wo die Cranachs die reformatorischen Gedanken für die Öffentlichkeit vervielfältigten. Von den historischen Gebäuden der Wittenberger Universität „Alma Mater Leucorea“, an der auch Martin Luther lehrte, besteht heute nur noch das Augusteum. Doch die Stiftung LEUCOREA hat es geschafft, nach vielen Jahren wieder einen Campus zum Lernen und Forschen in Wittenberg zu eröffnen. Im sanierten Friedricianum haben verschiedene Sektionen und Zentren der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ihren Sitz.

Doch auch außerhalb der Reformation hat Wittenberg eine bewegte Geschichte hinter sich. Falls Sie sich für Sehenswürdigkeiten der jüngeren Geschichte Wittenbergs interessieren, ist die Piesteritzer Werkssiedlung einen Besuch wert. Die ab 1916 als Gartenstadt angelegte Arbeitersiedlung ist die erste und größte autofreie Wohnsiedlung in Deutschland. Genießen sie die schön angelegten Gärten und die eigentümliche Architektur dieser Bauten. Für Architekturbegeisterte ist sicherlich auch die Hundertwasserschule sehenswert, die das Luther-Melanchthon-Gymnasium beheimatet. Das Gebäude wurde in den 90er Jahren komplett nach Plänen des österreichischen Künstlers umgebaut. Auch die Künstlerhäuser der Wittenberger Wohnungsbaugesellschaft wurden künstlerisch umgestaltet. An den obersten Etagen der zwei Wohnhäuser sind ganze Wandgemälde entstanden: die „Dachillusionen“, die ein lebendiges Treiben im Obergeschoss simulieren, sowie der „Reformationsgarten“, der Martin Luther und seine Wegbegleiter darstellt. 

Ganz ohne Luther geht es also auch im modernen Wittenberg nicht. Eines der wohl schönsten und sinnbildlichsten Symbole für die Verbindung der gesamten Welt mit der Lutherstadt Wittenberg ist der Luthergarten. Bei einem Spaziergang durch die Wallanlagen Wittenbergs kann man an verschiedenen Standorten die 500 Bäume aufsuchen und die künstlerische Installation ‚Himmelskreuz‘ auf der Andreasbreite bewundern.