Luthergedenkstätten der Lutherstädte Wittenberg, Eisleben und Mansfeld

In den Luthergedenkstätten tauchen Sie in die Welt von Martin Luther und die Ereignisse der Reformation ein.

In den Luthergedenkstätten der Städte Wittenberg, Eisleben und Mansfeld erleben Sie zentrale Schauplätze der Reformationsgeschichte hautnah. Einige der Gedenkstätten sind seit 1996 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Sie wurden liebevoll restauriert und bieten heute einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der Reformation und ihrer Wegbereiter. Zu den Gedenkstätten des Welterbes zählen das Lutherhaus, in dem heute das weltweit größte reformationsgeschichtliche Museum zu finden ist, die Schlosskirche, an dessen Türen Martin Luther seine 95 Thesen anschlug und in der er begraben wurde, die Stadtkirche St. Marien, in der er 30 Jahre lang predigte, sowie das Melanchthonhaus, in dem Sie sich über seinen Wegbegleiter Philipp Melanchthon informieren können. Die Cranach-Häuser und Cranach-Höfe sind nicht Teil des Welterbes, gehören aber ebenfalls zu den Luthergedenkstätten in Wittenberg. Hier lebten und wirkten Lucas Cranach der Ältere und sein Sohn Lucas Cranach der Jüngere, die maßgeblich zur Reformation beitrugen, indem sie die von Luther übersetzte Bibel sowie Porträts der zentralen Figuren der Reformation in Massenproduktion in ihrer Druckerei herstellten.

Des Weiteren gehören zu den Luthergedenkstätten Luthers Geburtshaus und Luthers Sterbehaus in Eisleben, die sozusagen stellvertretend für die Eckdaten von Luthers Leben stehen. In beiden Häusern erfahren Sie auf Rundgängen anhand von authentischen Ausstellungsstücken mehr über die ersten und letzten Tage Martin Luthers. Auch die Ausstellung „Ich bin ein Mansfeldisch Kind“ im Elternhaus Martin Luthers befasst sich mit dem Reformator. In nachgebildeten Räumen können Sie sich ein Bild darüber machen, wie er hier seine Kindheit und Jugend verbrachte. Außerdem gehören auch zwei Eisleber Kirchen zu den Luthergedenkstätten. Die St. Petri-Pauli-Kirche, in der Martin Luther einen Tag nach seiner Geburt getauft wurde und die 2012 als "Zentrum Taufe" wiedereröffnet wurde, sowie die Sankt Andreaskirche, in der Martin Luther seine letzten Predigten hielt und die die erste Trauerfeier nach seinem Tod veranstaltete.